Handlungskompetenz & Schlüsselqualifikationen  E-Mail

 

 

alt

 

   

alt Was  sind denn nun Schlüsselqualifikationen?  alt

        

Kein pädagogischer Begriff hat in den letzten Jahren eine solche Zuwendung und Verbreitung gefunden wie der Begriff Schlüsselqualifikationen. Wir verstehen unter Schlüsselqualifikationen grundlegende, arbeitsplatz-, fach-, und bereichsübergreifende Fähigkeiten, die in möglichst vielen Situationen anwendbar sind und so dem einzelnen ein Höchstmaß an Flexibilität und individueller Entfaltungsmöglichkeit sichern, sowie gleichzeitig dem Unternehmen die besten Voraussetzungen für einen optimalen Einsatz der Arbeit bieten. Neben den wichtigen fachlichen Qualifikationen eines Berufes werden sie den überfachlichen Qualifikationen zugeordnet. Ein Beispiel dafür wäre die überfachliche Teamfähigkeit. In der neuen AEVO spricht man auch von Schlüsselkompetenzen. Also die Fähigkeiten Neues, Fachliches etc. zu erschließen.


Um auf einen ständigen technologischen Wandel mit den damit verbundenen möglichen Änderungen der Arbeitsorganisation und der Aufgabenstruktur vorbereitet zu sein, ist neben der Schulung von Fachqualifikationen in besonders hohem Maße die Vermittlung von solchen Qualifikationen von Bedeutung, die zum Erkennen und Lösen von schwer vorhersehbaren Problemen, zum Erkennen betrieblicher Zusammenhänge, zu flexiblem Arbeitsverhalten und zu selbständigem Lernen befähigen.

Wesentlich bei der Ausbildung der Fachkräfte von morgen ist also, sie zu befähigen, Arbeiten selbständig zu planen, zu kontrollieren und zu bewerten. Darüber hinaus einmal erlernte Fertigkeiten (berufsmotorische Tätigkeiten) und Kenntnisse (Fachliches Wissen) , die schon morgen überholt sein können, durch Hinzulernen zu ergänzen/anzupassen - also neues Wissen und Können zu "erschließen".

 

 

Somit sind die in einer integrativen, ganzheitlichen Ausbildung neben der Fachkompetenz (auch „hard skills“) zu fördernden Kompetenzbereiche Methoden-, Lern- und Sozialkompetenz mit dem Erwerb bestimmter personaler und sozialer Fähigkeiten verbunden, den sogenannten Schlüsselqualifikationen auch „soft skills“ genannt.
Die Notwendigkeit einer Vermittlung von Schlüsselqualifikationen in der Beruflichen Erstausbildung kann mit der beobachtbaren Erfahrung begründet werden, dass die fachliche Qualifizierung nicht für die gesamte folgende Lebensarbeitszeit ausreicht. (siehe auch Halbwertzeiten) Mit dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen sollen später notwendige Anpassungs- oder Anders-Qualifizierungen (Erwerb völlig neuer Qualifikationen) erleichtert werden. Weiterhin unterstützen Schlüsselqualifikationen das Aufgaben-zentrierte-interaktionelle-Arbeiten in hohem Maße und ermöglichen im Betrieb eine dynamische Selbstqualifikation der Mitarbeiter, eine wichtige Grundlage für ein "lernendes Unternehmen" oder eine "Lernfabrik".

 

 

 

alt

alt